Katrina Blach: Ver(sch)wende Deine Zeit! Fotografie, Narration und Theater der Unterdrückten - Ein Methodenset.

Die vorliegende Arbeit ist eine Projektdokumentation des partizipativen Foto-Projekts Ver(sch)wende Deine Zeit! Magic Photomaton Bernau-Süd (2016) von Katrina Blach. In dem Projekt konnten sich Kinder und Jugendliche in einem temporär aufgestellten Fotoautomaten im öffentlichen Raum selbst fotografieren. Intention der Arbeit ist es, durch die Nutzung von unterschiedlichen Abstraktionsgraden einen Rundblick auf das Projekt zu bekommen. Ziel ist die Entwicklung einer generellen Arbeitsweise mit einer methodischen Reihe, die in unterschiedlichen Kontexten verwendet werden kann. Das Methodenset speist sich aus den Erkenntnissen einer Kontextanalyse als Reflexion des durchgeführten Projekts, sowie einer Positionierung im Feld der zeitgenössischen Kunst- und Kulturarbeit. Für die Kontextanalyse wurden 6 Interviews mit Projektteilnehmer*Innen durch eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Positionierung, bestehend aus den Bereichen Fotografie, Narration und Theater der Unterdrückten, wird anhand von Arbeitsbeispielen aus dem jeweiligen Zusammenhang verdeutlicht. Hierbei werden die prägenden Einflüsse der eigenen Arbeitsweise verdeutlicht. Im Appendix der Arbeit befinden sich 6 Kurzporträts von Projektteilnehmer*Innen, eine Fotodokumentation des Projekts, sowie ein Bildarchiv der entstandenen Fotostreifen. Download Text

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Katrina Blach: Was fang´  ich mit den Anderen an? Kunst und Comunity

Viele Kunstschaffende versuchen in der heutigen Zeit ihre Arbeit mittels direkter Eingriffe in soziale Gefüge zu realisieren. Oft geht es darum, dass andere Menschen am Kunstwerk mitwirken, beziehungsweise ein Teil von ihm werden.Wenn Kunst Menschen durch direkte Aktionen anspricht und Teilnahmemöglichkeiten anbietet, dann ist das nicht nur eine formale Handlung. Inhaltlich fokussiert die Kunst dann die Entstehung, Beschaffenheit und die mögliche Veränderung der Strukturen, in die die Beteiligten eingebettet sind, sprich die Strukturen der Gemeinschaft und der Gesellschaft.

Vier medienkünstlerische Positionen werden mit philosophischen und politischen Überlegungen zu Gemeinschaft und Gesellschaft, sowie mit kunsttheoretischen Ansätzen zu Partizipation und Intervention abgeglichen. Dabei werden die behandelten Arbeiten der „Kunst des Übergangs“ oder der „Kunst der Grenzverschiebung“ zugerechnet. Download Text